Der Sudan ist mit ca. 2,5 Millionen km2 ungefähr siebenmal so groß wie die Bundesrepublik
Deutschland und der größte Staat Afrikas. Zur Erschließung neuer Regionen ist eine gute
Anbindung an das TelekommunikationsnetzGrundvoraussetzung.
In der Vergangenheit setzte man hierbei im Sudan auf Richtfunk, ist inzwischen aber
auf die Vernetzung mit Glasfaserkabeln übergegangen. Aufgrund der vorhandenen
Bodenverhältnisse und den geeigneten Trassen empfahlen wir der staatlichen Telefongesellschaft SUDATEL die Kabelverlegung mit zwei LANCIER Kabelpflügen Typ KV 15 durchzuführen.
Die zu erzielende Zeitersparnis und das Kosten-/Nutzenverhältnis dieser Technologie
überzeugten sofort. Seitdem wurden bereits über 600 km Glasfaserkabel unter
Federführung der Firma Siemens eingepflügt, ca. 800 weitereKilometer sind geplant. Sehr
zufrieden äußerten sich die Bauleitung und SUDATEL über die hohe Verlegeleistung von
durchschnittlich 4 km pro Tag, die unter extremen geologischen und klimatischen Bedingungen
erfolgte. Oft kamen die Temperaturen bis knapp an die 50 °C heran. Auch von der technischen
Unterstützung seitens der Firma LANCIER ist man begeistert. Persönlich oder via
Satellitentelefon war stets fachkundiger
Rat verfügbar, der für eine schnelle Beantwortung anstehender Probleme sorgte. Das nächste Projekt kann im Sudan erst im Herbst, ab November in Angriff genommen werden. Auf der Strecke von El Obeid nach Nyala sind oft große Gebiete von Juni bis Ende Oktober überschwemmt. Nachder Regenzeit werden auf diesem Streckenabschnitt Kabel
entlang einer Bahnlinie verlegt. Verkehrswege gibt es dort nicht,
sondern nur schwer befahrbares Gelände.